Über Mescherin

Unser kleines Dorf Mescherin befindet sich im äußersten Nordosten der Uckermark im Nationalpark Unteren Odertal direkt am Ufer der West-Oder. Umgeben von hügeligen artenreichen Wäldern und Trockenrasen liegt Mescherin an einem einmaligen Naturraum, einer der letzten intakten Flussauen-Landschaften Europas.

Geschichte

1297 wird Mescherin erstmals als "Mescerin" urkundlich erwähnt. Fundstücke aus der slawischen Zeit belegen, dass „Mescerin“ bereits davor als eigenständiger Ort existierte. Mit dem Bau von Brücken und einem Dammweg durch das Zwischenoderland im Jahre 1305/06 stieg die Bedeutung des Ortes als Knotenpunkt zwischen den Städten Greifenhagen (heute polnisch Gryfino) und Gartz.

Um 1850 wurde an den steilen Hügeln in Mescherin der feine eiszeitliche Sand abgebaut und mit Lastkähnen auf der Oder bis Breslau und Berlin verschifft. Im Unterdorf fanden in drei Sandgruben bis zu 40 Arbeiter Lohn und Brot.

Um 1900 sorgte die Nähe zur aufblühenden Stadt Stettin für die ersten touristischen Impulse in Mescherin. Entlang der Oder entstanden Anlegestellen und Ausflugslokale, die regelmäßig sogar von einem Raddampfer besucht wurden, der „Riesa“, die man heute noch in Oderberg bestaunen kann.

Am 24. Mai 1999 wurde die Gemeinde Mescherin offiziell "Nationalparkgemeinde" im 1995 gegründeten Nationalpark Unteres Odertal. Im selben Jahr wurde das Bollwerk, der Schiffsanleger aus den dreißiger Jahren, erneuert und um das Doppelte vergrößert. Dazu gehört ein Sportbootanleger mit 6 Liegeplätzen für kleinere Boote und Kanus. In diesem Jahr wurde auch der historische Dorfplatz "Münster" fertiggestellt.